15-18 D / Meyer&Meyer – ibook und Museum

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Entwicklungsprojekt/development project: Meyer&Meyer – ibook und Museum. Eine Lernumgebung zur Schweizer Geschichte 1798 bis 1848

 

Projektleitung: Dr. Dominik Sauerländer

Projektmitarbeiter: Studierende (Vorarbeiten in Form von Drehbuchentwürfen als Seminararbeiten in Fachdidaktik Geschichte)

Förderinstitution: Kulturstiftung Neue Aargauer Bank, Aarau

Partner: Stadtmuseum Aarau

Projektzeitraum: Juni 2015 – August 2018

Kurzbeschrieb: Geschichtsvermittlung an ausserschulischen Lernorten wie Museen und Ausstellungen verlangen nach interaktiven Lernumgebungen, in denen sich die Lernenden selbsttätig und binnendifferenziert mit geschichtskulturellen Angeboten auseinandersetzen können. Eine solche Lernumgebung wird in diesem Projekt als ibook entwickelt und in der neuen Dauerausstellung im Stadtmuseum Aarau getestet und eingesetzt.

Ausgangspunkt und inhaltliche Klammer für das Entwicklungsprojekt bildet die graphic novel Meyer&Meyer, die kürzlich mit historischem Kommentar neu aufgelegt wurde. Meyer&Meyer behandelt eine Schlüsselepoche der Schweizer Geschichte, nämlich die Entstehung der modernen Schweiz. Die Textilunternehmer Vater und Sohn Meyer aus Aarau stehen mitten drin. Ihre Lebensgeschichte ist eingewoben in die Ereignisse und Veränderungen der Helvetischen Revolution und der folgenden Jahre.

Inhaltlich lässt sich der Comic als exemplarische Vertiefung zur Zeit der Helvetischen Republik und der Entstehung der modernen Schweiz bezeichnen. Das Comic und die Menschen, deren Geschichte erzählt wird, haben exemplarische Bedeutung für das übergeordnete Lehrplan 21-Thema „Entstehung der modernen Schweiz“.

In der neuen Dauerausstellung des Stadtmuseums Aarau bildet die Entwicklung der modernen Schweiz zwischen 1798 und 1848 eines der Hauptthemen. Da die meisten Handlungsorte des Comics in der Stadt heute noch sichtbar sind und in der Ausstellung zudem interessante Exponate zu dieser Zeit ausgestellt werden können, bildet die Dauerausstellung ein idealer Ausgangspunkt für die Erprobung einer neuen Form von Lernumgebungen: einem in-teraktiven Lehrmittel mit dem Comic als Ausgangsbasis für ipads, das die Ausstellung er-gänzt, als Begleiter bei einem Stadtrundgang dient und das als ibook zur Verfügung gestellt, auch der Nachbereitung im Schulzimmer dienen soll.

Die Professur Gesellschaftswissenschaften der Pädagogischen Hochschule FHNW entwickelt ein solches Lehrmittel zusammen mit dem Stadtmuseum im Rahmen ihres Forschungs- und Entwicklungs-Schwerpunktes „Digitaler Wandel“. Das Projekt für die Sekundarstufe I ist als Pilot-Projekt angelegt und soll – wenn die Erprobung im Museum und in den Schulklassen erfolgreich verläuft – mit anderen Themen und Partnern fortgeführt werden.

F&E-Kontext in der Professur:

  • Demantowsky Marko (2015): Die Geschichtsdidaktik und die digitale Welt. Eine Perspektive auf spezifische Chancen und Probleme, in: Marko Demantowsky / Christoph Pallaske (Hg.): Geschichte lernen digital. Theorie – Empirie – Pragmatik. München.
  • Hodel Jan (2013): Verkürzen und Verknüpfen. Geschichte als Netz narrativer Fragmente – Wie Jugendliche digitale Netzmedien für die Erstellung von Referaten im Geschichtsunterricht verwenden, Bern.