17-19 D / Das kalendarische Geschichtsbuch

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Entwicklungsprojekt: Das kalendarische Geschichtsbuch

 

Kooperationspartner: In Kontakt mit Wochenschau Verlag/Schwalbach

Projektleitung: Christine Althaus

Projektzeitraum: Januar 2017 – Dezember 2019

Kurzbeschrieb: Ausgehend vom Kalender, wobei ein Datum als Aufhänger dient, wird einmal pro Woche ein Thema aufgegriffen, das idealerweise mit dem Regelunterricht oder fächerübergreifend verknüpft werden kann. Vorstellbar wäre auch, dass dieser kurze wöchentliche Fokus als eigenständiges Ritual im Regelunterricht dasteht.

Didaktisch und methodisch werden Themen bevorzugt, die sich vom Regelunterricht abheben. So werden beispielsweise die Gedenktage der UNO auf ihre Vergangenheits-, Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung untersucht, kalendarisch wiederkehrende Volksbräuche und Feiertage historisiert, Gegenstände, Geburts- und Todestage von Menschen, die die Welt der Schülerinnen und Schüler veränderten oder für sie beispielhaft wirken können, angesehen.

Das Buch soll eine Handreichung für die Geschichtslehrperson der Sekundarstufe 1 und 2 sein.

Begründung: Schülerinnen und Schüler sind in der Primarschule meist begeistert vom Geschichtsunterricht. Mit der Behandlung der Neuzeit und den komplexeren Problemstellungen verlieren die Jugendlichen ihr Interesse zunehmend. Zur Geschichte des 20.und 21. Jh., zur aktuellen Politik und globalen Zusammenhängen hätten sie oft viele Fragen. Diese müssen sie aber zugunsten der Lehrplanthemen zurückstellen. Die Schülerinnen und Schüler verlieren ihr Interesse, weil der Unterricht für sie nichts mehr mit ihrem Alltag zu tun hat und er scheinbar keinen Bezug zu ihrer Lebensumgebung und ihrer Lebensperspektive hat.

Behandelt die Lehrkraft aber auch schülerorientierte Themen, bezeugt sie damit nicht nur, dass ihr die Schülerinnen und Schüler mit ihren Anliegen wichtig sind, sondern sie bekundet auch, dass sie nicht stur am Lehrplan festhält, sondern sich auch spontan auf andere Themen einlassen kann, die weniger nach Schulstoff „riechen“.

In den meisten Lehrplänen dominiert die europäische Geschichte. Die Welt aber wächst zusammen und Ethnien mischen sich. In unsern Klassen sitzen immer mehr Schülerinnen und Schüler aus aussereuropäischen Ländern, die hauptsächlich europäische Geschichte lernen müssen. Kinder mit Migrationshintergrund bringen aber von ihrer Herkunft meist ein grosses Interesse für interkulturelle und globale Zusammenhänge mit.