13-ff. D / Interaktive Netztagungen

fe-weblog

 

Entwicklungsprojekt: Interaktive Netztagungen in der Wissenschaft

 

Projektleitung: Prof. Marko Demantowsky

ProjektpartnerDr. Jan Hodel, Dr. Christoph Pallaske (Cologne)

Förderinstitutionen: Körber-Stiftung (Hamburg), L.I.S.A. Das Wissenschaftsportal der Gerda-Henkel-Stiftung (Düsseldorf)

Projektzeitraum: 2013 (München), 2015 (Basel), weitere in Planung

Kurzbeschrieb: Es geht hier um die schrittweise Entwicklung, Etablierung und Ausgestaltungen eines neuen Formats akademischen Austausches, Interaktion und Wissenschaftskommunikation.

Video-Lifestream: Die Grundidee ist erstens, dass man die TeilnehmerInnenzahl vor Ort klein hält und auf einen engen Kreis von wirklichen ExpertInnen beschränkt. Dadurch ist es erstens möglich, dass man sich vor Ort direkt, mit jeder/m und ohne Schwellengrenzen austauschen kann. Dadurch hat man eine auf wissenschaftlichen Tagungen inzwischen unüblich gewordene intensive fachliche Interaktivität vor Ort. Dieser Austausch ist wiederum durch den Livestream ins Netz (incl. festem Programm, sodass man sich al gusto einwählen kann) für jede/n Interessierten in Echtzeit zugänglich und auch langfristig dokumentiert.

Twitter-Wall: Zweitens ist es durch diese Beschränkung möglich, dass der Kreis der Diskutierenden von außen überschaubar und damit konkret ansprechbar bleibt. Es geht keinesfalls darum,  Expertenwissen in die Welt monodirektional hinauszustreamen, sondern vor allem geht es auch um konkrete Rückkopplung: Wenige Experten vor Ort, möglichst viele Teilnehmende von draußen aktiv dabei, und zwar über einen entsprechenden Hashtag und eine zwischen den ExpertInnen präsente Twitterwall, sodass die interessierte Öffentlichkeit am Ende doch präsent ist, und zwar dann, wenn sie sich über Twitter-Posting direkt in die Tagung einschaltet. Dieser Umstand ist wirklich neu und löst das Versprechen der „Interaktivität“ weitgehend ein.

Diese Konstellation erscheint zukunftsweisend – nicht nur zur ökologischen Beschränkung des Tagungstourismus und zur Entlastung der Kalender der ExpertInnen, sondern v.a. zur Effektivierung des Expertendiskussion, der Expertenkritik und der Transparenz der wissenschaftlichen Community gegenüber der letztlich finanzierenden Öffentlichkeit.

 

Development context at the department