Museen in der digitalen Revolution – Neuer Geschichtstalk #GTS7000

Nach dem Geschichtstalk ist vor dem Geschichtstalk. – #Savethedate

Am kommenden Samstag, 19 Uhr, im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe.

Die Frage, die wir diskutieren wollen:
>Das Museum von morgen – alles digital?<

 

Wie grundsätzlich heute alles in Frage steht, was mit Kommunikation, Wissen, Kultur und Identität zu tun hat, weil die digitale Revolution technologisch und medial alles umgräbt, was in der Gutenberg-Galaxis (als) selbstverständlich gelten konnte, so sehen sehen sich heute auch die Museen und ihre Ausstellungs-, Bewahrungs-, Erhaltungs- und Erschliessungskonzepte radikal herausgefordert.

Überall wird zahlreich und meist sympathisch gesucht, getastet, geraunt, probiert, gefürchtet und gehofft, wenn es um die die Digitalisierung geht, in den Museen nicht minder als im Bildungswesen und der Wirtschaft. Zu einer konzeptuellen und konsensuellen Klarheit konnten all diese Versuche bisher nicht durchdringen.

Unser aller gesellschaftlicher Erwartungshorizont ist vernebelt wie die herbstliche Vormittagslandschaft des Schweizer Mittellandes. Das kann auch gar nicht anders sein, insofern unser Erfahrungsraum nur wenig abwirft, was sich in Richtung einer digital immersiven Gesellschaft, eines Internets der Dinge, einer Industrie 4.0 und einer extensiven Gamification der Lebenswelt ausbuchstabieren liesse.

Wir halten gleichsam die Arme nach vorn, machen kleine, schiebende Schritte, unsere Pupillen sind gross und hoffen, dass sich irgendwann die Perspektive ergibt. Der Historiker weiss, es wird dann wohl schon die Retrospektive sein.

Hinsichtlich unserer Museumslandschaft frage ich mich:
– Lässt sich die konstitutive Objektbegegnung ins Digitale transformieren? Wenn ja, mit welchen Verlusten oder Gewinnen?
– Wie lassen sich digitale Artefakte musealisieren?
– Wie gravierend wird sich die digitale Revolution auf die Struktur unserer mentalen Geschichtsbilder auswirken? Wird es es eine museale Brücke ins Analogozän geben können?
– Was wäre mit den bewährten Ausstellungskonzepten anzufangen angesichts radikal veränderter kultureller Kommunikationsformate?

Über all das wollen wir in Karlsruhe diskutieren. Es wird wie verlässlich ein paar Tage später einen redigierten Mitschnitt bei unseren Kolleg*innen von der Gerda Henkel Stiftung geben.
Live sind wir bei den Zuschauer*innen in Karlsruhe. Restkarten im Verkauf.
Live sind wir aber auch auf Facebook ab kurz vor 19 Uhr: am kommenden Sonnabend.

Teilnehmer*innen:
Georgios Chatzoudis (Moderation)

  • Laura Edinger (Interdisziplinäre Anthropologie)
  • Christian Gries (Projekt „Digitale Strategien für Museen“ Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern)
  • Eckart Köhne (Direktor Badisches Landesmuseum Karlsruhe)
  • und ich.

Wie immer all das in bewährter Zusammenarbeit mit L.I.S.A. – Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung.

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